AUSTRALIEN - Red Center
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Kühl war's aufeinmal- erstmals merkten wir in Alice Springs, dass es ja in Australien Winter ist. Gleich am Tag nach unserer Ankunft in Alice ging es für 5 Tage auf eine Tour durchs Zentrum. Aber die großen Flächen roten Sandes mit nur spärlichem Bewuchs konnte man nicht vorfinden. Die letzten 5 Jahre waren die Niederschläge im Zentrum ungewöhnlich hoch, so dass nur stellenweise unter einer dicken Vegetationsschicht der rote Sand herausschimmerte. |
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Erstes Highlight: Uluru (Ayers Rock). Mitten im Nichts, wo rundrum alles so ziemlich topfeben ist, ragt aufeinmal dieser gigantische 348m hohe rotfarbene Monolith in den Himmel. Bei Sonnenauf- und -untergang kann man dabei bei den unterschiedlichen Lichtverhältnisse beobachten wie Uluru ständig seine Rottöne von orange bis dunkelrot wechselt. Die rote Farbe des Steins kommt jedoch nicht direkt aus der Beschaffenheit des Gesteins. Der Stein selbst ist ein grauer Sandstein. Der Wind bläst jedoch den roten Wüstensand gegen den Stein, der sich dann dort überall ablagert. Aboriginals sehen es jedoch nur sehr ungern, wenn Leute ihren heiligen Berg besteigen. Wenn auch, wie alle anderen, mit einem schlechten Gewissen, haben wir es dennoch gemacht. Und es war wirklich toll und hat sich gelohnt. |
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| Während des harten und langen Aufstiegs hat man immer wieder phantastische Aussichten über Uluru selbst und seine Umgebung gehabt. |
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Und der Muskelkater am nächsten Tag ließ einen wissen, dass man wenigstens was getan hat. In der Ferne erkennt man von Uluru auch schon das nächste Highlight der Gegend: |
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| Kata Tjuta (The Olgas). Auch hier sind es verrückte rote Steine die aus ihrer Umgebung plötzlich herausragen. An vielen Stellen hat man tolle Aussichten auf Landschaften "wie gemalt". |
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Kings Canyon ist die nächste Sehenswürdigkeit im Zentrum. Im Tal des Canyon findet sich ein grünes Paradies "The Garden Eden". Und auch oberhalb des Canyon finden sich viele tolle Landschaften. So waren die ersten drei Tage unserer Tour von der Natur her wieder super, aber das Programm, dass die letzten beiden Tage vom Veranstalter geboten wurde war "Zeittotschlagen" und Abzocke. Hier mussten wir also erstmals in Down Under negative Erfahrungen mit einem Tourveranstalter machen. Aber als Marktführer kann man sich das anscheinend leisten... Aber da wir auch hier eine recht lustige Gruppe hatten, hat es eigentlich dennoch bis zum Ende der Tour wieder Spaß gemacht. Die nächsten beiden Tage standen dann also rumtrödeln, Schlafen, aber immerhin dennoch ein Besuch von "Palm Valley" einer Palmenoase mitten im Outback, die nicht unbedingt interessante Aboriginal-Community und ehemalige Missionsstation "Hermannsburg" und noch kurz die "Western McDonnellRanges"auf dem Programm. Besonders hier war ärgerlich, dass am Morgen der Tourguide ewig rumgetrödelt hat und wir dann an zwei unspektakulären Wasserlöchern der sonst wohl sicher interessanten Western McDonnellRanges einen extrem kurzen Stopp gemacht haben um dann (grundlos) möglichst früh wieder in Alice Springs zurück zu sein... Fazit: Im Gegensatz zum (glücklicherweise) touristisch weniger gut erschlossenen Norden lohnt es sich hier sicher etwas auf eigene Faust zu unternehmen, da alles perfekt ausgebaut und ausgeschildert ist. Aber Achtung bei der Übernachtung: Selbst Hostelpreise sind unverhältnismäßig hoch und wer, wie wir campen will: Nachts gibts's meist noch Frost im Südwinter. Von Alice ging es dann abermals per Flugzeug an die Ostküste ins kalte Sydney. |