AUSTRALIEN - Kimberley Region

Der Nordwesten Australiens und seine nahezu unberührte Natur konnten wir die nächsten neun Tage genießen. Die ersten anderthalb Tage war es jedoch zumeist Fahrerei bis wir endlich "The Gibb"- Die Gibb River Road erreicht hatten. Über 800km Dirt Road (unbefestigte Straße) durch scheinbar endlose Weiten.

Erstes Highlight auf dieser Tour: Die Bungle Bungles (Purnululu National Park).

Völlig verrückte Sandsteingebilde standen auf einmal vor uns. Den ersten Tag waren wir erstmal beschäftigt den langen schlechten Weg dort hinzukommen, ehe wir den zweiten Tag ganz dort verbringen konnten und durch diese Wahnsinnslandschaft laufen konnten. Touristenmäßig war hier nicht besonders viel los. Wir gehörten zu den ersten 120 000 Menschen, die überhaupt dort waren. Hört sich erst viel an, aber wenn man das mit anderen Touristenorten vergleicht...
Bereits vom Boden aus war es eine wunderschöne und beeindruckende Landschaft, aber am nächsten morgen haben wir uns dann den Rundflug per Hubschrauber gegönnt. Erstmals in einem Hubschrauber zu fliegen ist ein tolles Erlebnis, aber dann noch so eine Traumlandschaft- absolut genial! Ich glaube ich war noch die nächsten 2 Stunden auf dem Weg zurück nach Kununurra "high" von diesem Erlebnis!

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Viel, viel Wildlife haben wir im Kimberley gesehen: Einen Frilled Neck Lizzard (links oben), verschiedene Echsenarten und eine Art Gottesanbeterin (rechts oben).
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Dieser Blue Tangue Lizzard hat immer mal wieder seine leuchtend blaue Zunge herausgestreckt. DieFruit Bats (rechts) hingen tagsüber an Bäumen herum. Abgesehen davon, dass sie ganz schön gestunken haben, hatten sie eine Wahnsinnsspannweite von über 60cm! Sehr oft haben wir zudem Wallabies (eine Art kleiner Känguruhs) gesehen.

Dies ist ein Boab Tree. Diese riesigen Bäume haben innen meist viele Hohlräume. Den Aborigines nach war es deren Gott, der einmal sauer war und alle Bäume herausriss und sie dann falsch herum wieder in die Erde steckte.
Eine Nacht haben wir direkt am Pentacost River unser Camp aufgeschlagen. Am Morgen konnten wir dann diesen Sonnenaufgang beobachten. Manchen war in der Nacht jedoch schon etwas mulmig, nachdem wir auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses am Abend zuvor das rote Leuchten von Krokodilaugen ausmachen konnten...

Weiter im Westen kamen wir dann schließlich zur Windjiana Gorge. Hier gab es viele, viele Vögel, aber noch viel mehr Krokodile. Allerdings nur Freshwater Crocodiles. Hier konnte man sich bis auf wenige Meter an sie herantrauen...

...aber noch näher wie so wollte ich dann irgendwie doch nicht....

Neben weiteren tollen Gorges, Wasserfällen und Abenteuerwanderungen war für uns vor allem interessant, dass außer uns beiden alle Englisch als Muttersprache hatten. Eine Australierin, die zwar 60 Jahre alt, aber topfit und für alles zu haben war, sagte nach einer Exkursion, wo wir eine Gorge durchschwommen, -wandert und -klettert haben "This was the best thing I ever did in my life!" Wenn das jemand mit 60 sagt...

Nach einem kurzen Abstecher nach Derby war dann Broome an der Westküste das Ziel unserer Tour. Völlig erschöpft aber glücklich erlebten wir nocheinmal einen letzten gemeinsamen Sonnenuntergang am Cable Beach. Feinster Sandstrand über 24km Länge und nur wenig Leute, die sich dort aufhielten.
In Broome haben wir die nächsten 7 Tage gecampt und nichts getan, außer am Strand zu Faulenzen. Auf dem Campingplatz wo viele Leute aus dem, zu der Zeit kälteren australischen Süden Urlaub machten, konnten wir dabei immer wieder die große Hilfsbereitschaft der Australier erleben. "Whenever there is a problem, come and see us, Australians always want to help you" ließen uns unsere Nachbarn gleich zu Beginn wissen.

Bei so einem Sonnenuntergang am Cable Beach hat dann das Joggen barfuß entlang des Strands auch für die weniger Lauffanatischen, wie uns beide riesigen Spaß gemacht.

In Broome befindet sich zudem noch das älteste Freilichtkino Australiens- ganz schöne Atmosphäre. Nur als einmal während des Films ein Flugzeug ziemlich niedrig über uns hinwegflog und man erst mal gar nichts mehr verstanden hat, war das schon ein ziemlich ungewöhnliches Ereignis.

Weiter ging es von Broome, wo wir in 5 Minuten zu Fuß zum Flughafen laufen konnten, mit dem Flugzeug nach Alice Springs, rein ins rote Zentrum.