AUSTRALIEN - Darwin & Kakadu National Park

In Australien war es dann mit dem alleinigen Reisen vorerst vorbei- während ich schon in New York war, hat noch ein Schulfreund spontan nachgebucht, so dass wir die nächsten 9 Wochen in Australien zu zweit unterwegs waren.

Ein Possum war am Ankunftsabend unsere erste Erfahrung mit dem Australischen Wildlife. Dieses lebte mitten in Darwin auf einem großen Baum. Sie sehen zwar ganz niedlich aus, aber für die Australier sind sie wie die Ratten für uns.

Und da es leider nicht sofort zur ersten Tour in den Kakadu-National Park losging und Darwin an sich nicht besonders viel Reizvolles bieten konnte (aber wie sehr haben wir uns zwischenzeitlich die Infrastruktur dieses Städtchens später anderswo zurückgewünscht...), bekamen wir den Tip, doch einfach eine Runde Golf zu spielen. Für 18 AUD konnte man dann sogar inklusive Equipment eine komplette 9 Loch Runde spielen. Und Spaß hats auf jeden Fall gemacht, da es hier nur wenig Regeln gab- auch Australier sind hier in lockerer Atmosphäre gröhlend mit ihrer Bierflasche über den Platz gegangen.

Auch ganz nett in Darwin waren der Mindel Beach Night Market und Doctor Scully's Fish Feeding, wo man bis zu ein Meter lange Fische von Hand mit Brot füttern konnte.

Mit solch einem Landcruiser ging's dann zu neunt plus Guide endlich in Richtung Kakadu National Park. Allerdings etwas 'langweilig' schien uns zunächst die Tatsasche dass fast alle der 9 Teilnehmer Deutsch sprachen und auch fast alle Lehrer waren. Im nachhinein war es die lustigste Gruppe in der wir in Australien unterwegs waren. Unser Führer Glen war selbst halber Aborigine und konnte uns während dieser 5 Tage auch einiges über deren Kultur näherbringen.
Mit solchen Motorbooten sind wir am ersten Tag abends über den Mary River gefahren. Dabei durften wir die Boote auch selbst steuern.
Im Mary River wimmelte es nur so vor Krokodilen. Sowohl die großen und gefährlichen Saltwater Crocodiles als auch die kleineren "harmloseren" Freshwater Crocodiles gab's hier zu Hauf. Am Ende war jedoch die Ebbe schneller als wir, so dass wir das letzte Stück in kniehohem Wasser durch tiefen Schlamm die Boote ziehen mussten. Zum Glück war es den Krokos auch schon zu wenig Wasser hier...
Besonders beeindruckend waren die schier endlosen Weiten der Landschaft. Und die war auch ziemlich abwechslungsreich. Von sogenannten Woodlands bis zu Wetlands über traumhafte Wasserfälle war hier alles geboten.
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Riesigen Spaß hat das Klettern in den Felsen über den Twin Falls gemacht. Nachdem wir durch eine schmale Felsspalte und von einem kleineren Wasserfall zum anderen geklettert waren, hatten wir dann von oben diesen Ausblick. Später sind wir dann 400m durch diese Schlucht geschwommen, um an den Fuß der Fälle zu gelangen, wo wir dann unser Lunch zu uns nehmen konnten.
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Bei Ubirr konnten wir zuvor jahrhundertealte Felsmalereien der Aboriginals betrachten. Auf dem Rückweg nach Darwin konnte man im Litchfield National Park solch riesige Termitenhügel sehen. Der Staub dieser Termitenhügel soll übrigens eine sehr gute Magen-Darm-Medizin sein, die jedoch ziemlich abscheulich schmeckt...

Außerdem konnten wir auf dieser Tour noch weitere traumhafte Wasserfälle, Schluchten und (wirklich) heiße Quellen und viel viel Wildlife wie Vögel oder verschiedene Echsen sehen:

Hier sieht man einen knapp zwei Meter langen Goana.

Nachts wurde es jedoch schon noch ziemlich kalt beim Bush Camping. Geschlafen haben wir in 2-Personen-Moskitozelten im Schlafsack auf einer Matte und gewaschen hat man sich eben immer unter den Wasserfällen. Unglaublich war Tag für Tag, was man abends alles an Festmahlen auf dem Lagerfeuer kochen konnte. Außerdem gab es die Möglichkeit Krokodilfleisch, Känguruh und Buffalo zu probieren.

Trotz der täglichen Wasserfall- oder Wasserlochreinigungen war man dann am Ende doch irgendwie wieder froh nach einer absolut phantastischen Tour eine Dusche in der Hostel zu genießen.

Nach wenigen weiteren Tagen Aufenthalt und einer weiteren Runde Golf in Darwin ging es dann weiter zur Tour durch die Kimberley-Region.